Montag, 8. April 2019
Donnerstag, 21. März 2019
Demokratie lebt von den Bürgerinnen und Bürgern. Auch bei uns.
Windkraft, Umgehungsstraßen, Neubaugebiete.
Das sind beispielhaft nur drei Themenkreise, mit denen sich Gemeinderäte in
Rheinhessen in den letzten Jahren befasst haben. Und es sind drei
Themengebiete, zu denen auch immer Bürger etwas zu sagen hatten. Meist erst
dann, wenn Entscheidungen dazu bereits gefallen und Fronten bereits verhärtet
waren.
Man kann zu den Diskussionen um einzelne Themen stehen
wie man will, es wird jedoch zunehmend
deutlich, dass die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, das Heft des Handelns zwischen zwei Wahlterminen
bedingungslos in die Hand derer zu legen, die sich ihnen zur Wahl angeboten
haben, tendenziell abnimmt. Die Bürgerinnen und Bürger wollen sich direkt an
Entscheidungen beteiligen, von denen sie betroffen sind. Aktive Bürgerinnen und
Bürger geben sich vermehrt nicht mehr mit dem zufrieden,
was sie vorfinden. Sie wollen mitreden, gehört werden und aus ihrer Sicht
Aspekte und Argumente in den Entscheidungsfindungsprozessen aufzeigen.
Das ist nicht für jeden gestandenen Kommunalpolitiker
eine einfache und willkommene Situation, und
natürlich trifft ein Gemeinderat immer wieder Entscheidungen, die nicht allen
Interessen von Betroffenen gerecht werden. Im Zweifel steht ein allgemeiner
Nutzen vor Einzelinteressen. Auf dem Weg dorthin muss aber Gelegenheit gegeben
werden Bedenken zu äußern, und es müssen alle
Argumente und Beweggründe offen aufgezeigt werden, die am Ende zur Entscheidung
führen. Dabei reicht es nicht, auf die
formalen Beteiligungsverfahren, wie z.B. die Offenlegung von Bebauungsplänen,
zu verweisen. Bürgerbeteiligung, wie wir sie verstehen, ist nicht das passive
Einhalten von Formularien in der Hoffnung, dass keine Einwände kommen, sondern
das aktive Einholen von Bürgermeinungen. Im Zweifel ist es das aktive Einholen
von Gegenargumenten zur eigenen Position. Den daraus entstehenden Konflikt
müssen ein Rat und eine Verwaltung aushalten. Bürgerbeteiligung ist also nach unserem Verständnis keine Holschuld des Bürgers
gegenüber der Gemeinde, sondern eine Bringschuld der Gemeinde gegenüber dem
Bürger.
Bürgerbeteiligung in einer solchen Form wäre neu in
Gau-Odernheim. Wir wissen das, und das ist
einer der Punkte, in dem wir uns von unseren Mitbewerbern abheben. Konkret
führt uns das zu folgenden Forderungen:
- frühzeitige Information über Vorhaben und Projekte
- aktive Aufforderung der Bürger zur
Beteiligung, Beteiligungskonzepte für große Vorhaben
- Einbeziehen der Ergebnisse der
Bürgerbeteiligung in die Entscheidungsfindung
- wo immer möglich, öffentliche Behandlung
und Diskussion der Themen. Nichtöffentlichkeit nur dort, wo das
unumgänglich ist.
- transparente und nachvollziehbare
Offenlegung der Beweggründe und Argumente, die zu einer Entscheidung
führen
Samstag, 16. Februar 2019
Unser Geschwätz von gestern....
...kümmert uns auch heute noch. Da sind wir doch dieser Tage auf ein paar Punkte gestoßen die wir uns vor der Wahl 2014 aufgeschrieben hatten:
Finanzen
Gau-Odernheim hatte in 2013 keinen ausgeglichenen Haushalt.
Dass keine Kredite aufgenommen werden mussten ist nur dem Umstand zu danken,
dass das Minus aus den Rücklagen ausgeglichen werden konnte. Das könnte der Beginn einer fatalen
Entwicklung werden, wenn hier nicht schnell gegengesteuert wird, zumal die
Rücklagen auch endlich sind. Der Weg dahin führt unseres Erachtens über die
konsequente Unterscheidung des Notwendigen und Machbaren vom Wünschenswerten.
Es geht nicht darum Investitionen zu unterlassen, es geht darum jede Ausgabe
darauf hin zu überprüfen ob es nicht auch eine Nummer kleiner geht.
Verkehr
Bedingt durch die Lage Gau-Odernheims, die allgemeine Zunahme des Verkehrs, aber auch durch die wachsende Zahl der Einwohner und dem Umstand dass Haushalte immer häufiger über mehrere KFZ verfügen wird der allgemeine Kraftfahrzeugverkehr genauso zunehmen wie die Anzahl der Autos im Ort. Das an sich ist eine Entwicklung die kein Gemeinderat grundsätzlich hemmen kann.
Bedingt durch die Lage Gau-Odernheims, die allgemeine Zunahme des Verkehrs, aber auch durch die wachsende Zahl der Einwohner und dem Umstand dass Haushalte immer häufiger über mehrere KFZ verfügen wird der allgemeine Kraftfahrzeugverkehr genauso zunehmen wie die Anzahl der Autos im Ort. Das an sich ist eine Entwicklung die kein Gemeinderat grundsätzlich hemmen kann.
Sicherung der Schulwege, Reduzierung der gefahrenen
Geschwindigkeiten, Maßnahmen zur Reduzierung des Innerortsverkehrs und die Prüfung von Möglichkeiten der Schaffung
von Umgehungsstraßen , dass sind die zentralen Punkte die wir zum Thema Verkehr
angegangen und umgesetzt sehen möchten.
Sicherung der Schulwege: Die sichere Übergehung der großen
Straßen, gerade im Bereich der Schulwege muss verbessert werden. Das kann durch
weitere Zebrastreifen, Ampeln, Ampelschaltungen oder bauliche Maßnahmen
geschehen.
Reduzierung des Innerortsverkehrs: Aus unserer Sicht das
einzige Feld auf dem die Gemeinde aus eigener Kraft und mit lokalen Maßnahmen
eine Reduzierung der Fahrzeugbewegungen im Ort erreichen könnte. Hier wäre ein
erster Schritt das Thema zu kommunizieren. Denkbar wäre zum Beispiel eine
Plakat - Kampagne an neuralgischen Punkten mit der aufgefordert wird das eigene
Verhalten und dieser Hinsicht zu überprüfen. Dazu sollten bauliche Maßnahmen
kommen, die Fahrrad- und Fußgängerverkehr fördern.
Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten: Gerade auf der
Bahnstraße und den Ortseingängen Mainzer Straße, Wormser Straße und Alzeyer
Straße/ Gau-Köngernheim werden die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten häufig,
besonders zu verkehrsarmen Zeiten, überschritten. Hier sollte über stationäre
Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung und über bauliche Maßnahmen gesprochen
werden.
Umgehungsstraßen: Solche Baumaßnahmen wären, gerade für
Gau-Köngenheim, wünschenswert, müssten aber finanzierbar und ökologisch
vertretbar sein. Bei künftigen Baumaßnahmen dieser Art muss auch sichergestellt
werden, dass man mit der Lösung eines Problems nicht wieder neue Probleme an
anderer Stelle schafft.
Ortsgemeinschaft:
Wir nehmen Gau-Odernheim als einen lebendigen Ort war, in
dem Parteien, Vereine, Gruppen, Initiativen und viele Einzelbürger aktiv am
Gemeinschaftsleben beteiligt sind und in dem viele tolle Menschen gibt die sich
ehrenamtlich für einen Ort einsetzen in dem man gerne lebt.
Geschwätz von gestern? Was wir 2014 zum Gemeindehaushalt und zur Umgehungsstraße Köngernheim geschrieben haben ist aktueller denn je....
…….
Mittwoch, 6. Februar 2019
Zur Ratssitzung vom 31.1.2019
Von zwei Themen wurde die Ratsitzung in Gau-Odernheim am letzten Donnerstag dominiert: dem Haushaltsplan für 2019 und den Vorbereitungen einer Planung für eine Umgehungsstraße für Gau-Köngernheim.
Über beides wurde inzwischen in der Zeitung berichtet. Unter dem Titel „Die Zeichen stehen auf Grün“ zur Umgehung Gau-Köngernheim am 2. Februar.
Ein großer Artikel, der
den von Bürgermeister und SPD vorgetragenen Argumenten zur
angeblichen Alternativlosigkeit des Vorhabens viel Raum gewährt. Den
Bedenken des CDU Fraktionsvorsitzenden hinsichtlich der Frage, wie
ein derart großer Wachstumsschritt auf die Infrastruktur im Ort
zurückwirkt und ob das nicht einer genaueren Betrachtung wert wäre,
wird ganz offenbar nur Raum gegeben, um im Anschluss die Replik des
SPD Fraktionsvorsitzenden zitieren zu können.
Wer den Artikel liest,
kann also den Eindruck gewinnen, die SPD in Gau-Odernheim müsse
sich, mal wieder, mit der Verweigerungshaltung einer störrischen
Opposition auseinandersetzen, die sinnvolles verhindern wolle. Für
die FWG im Rat, nur für die kann ich hier sprechen, gilt: Nein, will
sie nicht. Sie will lediglich nicht genötigt werden ungeprüft
einem Projekt zuzustimmen ohne vorher alle Alternativen geprüft zu
haben, sowie Wechsel- und Rückwirkungen untersuchen und bedenken zu
können.
Übrigens: Solange es
Flächen in anderen Gewerbegebieten der VG gäbe, käme ein
Gewerbegebiet in Gau-Odernheim nicht in Betracht, war die Antwort,
die ein Ratsmitglied der FWG erhielt, als er die Frage nach der
Notwendigkeit eines solchen aufwarf. Im nahen Albig sind, Stand
heute, noch Flächen frei.
Bleibt noch die
Beschäftigung mit der Haushaltsdebatte. Auch darüber war bereits in
der Zeitung zu lesen.
Zum Thema oben,
Umgehungsstraße, gehört da, dass die SPD vorschlägt die
Gewerbesteuer zu senken, um das im Kontext der Umgehungstrasse
geplante Gewerbegebiet attraktiv zu machen. Beide
Oppositionsfraktionen haben sich gegen eine einseitige Senkung der
Gewerbesteuer ausgesprochen und die Frage aufgeworfen, warum eine
erst im letzten Jahr beschlossene Erhöhung von Grund- und
Gewerbesteuer (damals angeblich alternativlos) jetzt einseitig nur
auf der Gewerbesteuerseite zurückgenommen werden soll.
In den Stellungnahme der
beiden Fraktionsvorsitzenden von CDU und FWG zog sich wie ein roter
Faden die Forderung: Sparpotentiale ausloten. Viele Ausgaben der
Gemeinde sind durch Verpflichtungen und Notwendigkeiten getrieben,
die sich nicht beeinflussen lassen. Umso notwendiger ist es dann, die
Posten bei denen Handlungsspielraum gegeben ist, konsequent auf
Sparpotentiale abzuklopfen. Wie bestellt kam da dann die Diskussion
um die von SPD und Bürgermeister ins Auge gefasste Anschaffung eines
Hubsteigers für den ortseigenen Bauhof, begründet mit der
Notwendigkeit, bestimmte Baumpflegemaßnahmen künftig durch die
Gemeindearbeiter in Eigenregie durchführen können zu wollen. Im
selben Atemzug führt der Bürgermeister dann aber aus, größere
Baumpflegemaßnahmen aus Haftungsgründen und zum Schutz der
Gemeindearbeiter auch weiterhin vergeben zu wollen. Auch soll die
Fläche des Bauhofs erweitert werden, um solche Neuanschaffungen
unterstellen zu können. Auch das kostet.
Für beide
Oppositionsfraktionen war das Grund genug, die Investition in Frage
zu stellen und zumindest geprüft haben zu wollen, ob so ein Steiger
und die damit verbundenen Kosten wirklich durch Einsparungen durch
Eigenleistungen amortisiert würden und vor allem wollten beide
Fraktionen wissen, warum die gelegentliche Anmietung eines solchen
Arbeitsgeräts nicht als Möglichkeit in's Auge gefasst wird. Bei
Anmietung einer nur gelegentlich benötigten Arbeitsbühne wären, so
das Argument, alle Kosten inklusive der Unterbringung abgedeckt. Es
wäre also ein Rechenexempel nachzurechnen wie viele Tage im Jahr so
ein angeschafftes Gerät genutzt werden muss, damit eine Anschaffung
inklusive aller Folgekosten günstiger wird als ein Mietgerät. Auf
diese von den Oppositionsfraktionen vorgetragenen Argumente wurde
seitens Bürgermeister oder SPD überhaupt nicht reagiert. Auch hier
folgte die Reaktion des Bürgermeisters und der SPD dem alten Muster:
Auf die Argumente nicht eingehen und den Eindruck erwecken die
Opposition verweigere sich den Notwendigkeiten. Nein, tut sie nicht.
Wenn so eine Hubbühne Sinn macht, ist keiner dagegen. Und wenn eine
Anschaffung günstiger ist als eine Anmietung, dann wird die
Anschaffung erwogen. Wir wollen nur beides prüfen und überzeugt
sein, das vernünftige zu tun.
Das ist ziemlich viel
Raum für so ein kleines Thema wie die eventuelle Anschaffung eines
Hubsteigers? Stimmt, aber es wirft ein Schlaglicht auf das, was die
Freien Wähler in der Haushaltspolitik im Gemeinderat erreichen
wollen: Notwendiges unbedingt finanzieren, Wünschenswertes nur, wenn
die Gemeinde es sich leisten kann.
Samstag, 2. Februar 2019
Mitgliederversammlung zur Listenaufstellung !
Versammlung der FWG Gau-Odernheim
Zur Vorbereitung der Kommunalwahlen und zur Erstellung einer Kandidatenliste laden wir am
12.Februar 2019 ins Rathaus Gau-Odernheim
Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur die Mitglieder der FWG sondern jeder Bürger und jede Bürgerin aus Gau-Odernheim und Gau-Köngernheim die Interesse an der Kommunalpolitik haben, sich selbst als Kandidat zur Verfügung stellen wollen oder sich für die Menschen und die Arbeit der FWG interessieren.
Tagesordnung:
Top 1 : Begrüßung / Feststellen der
Beschlussfähigkeit
Top 2: Vorstellung der Bewerber um einen
Listenplatz zur Gemeinderatswahl am 26.Mai 2018. Aussprache und Beschluss zu
den Modalitäten der Listenaufstellung .
Top 3: Beschluss zu Kandidaten und Reihenfolge der Bewerberliste zur Gemeinderatswahl.
Top 3: Beschluss zu Kandidaten und Reihenfolge der Bewerberliste zur Gemeinderatswahl.
Top 4: Abstimmen Termine und Aktionen
Top 5: Verschiedenes
Christian Maier 1.Vorsitzender Freie Wählergruppe-Gau-Odernheim Tel: 06733 960090
Freitag, 23. November 2018
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Wer hat's gemacht ?
Erinnert sich noch jemand an diesen Fernsehspot einer Schweizer Kräuterbonbonmanufaktur? Die Gau-Odernheimer SPD hat sich dran erinnert und eröffnet den Wahlkampf zur Kommunalwahl mit einen Flyer, der „eine Übersicht der Kommunalpolitik der vergangenen vier Jahre darstellt“. Da ist die Rede von einem „weitsichtigen Gemeinderat“ dem zu danken ist, das der Neubau der Kindertagesstätte geplant worden ist. Der selbe Gemeinderat entschloss sich, so ist zu lesen, auch den gemeindeeigenen Kirchturm zu renovieren.
Im diesem Gemeinderat sitzen aktuell drei Fraktionen. Die entscheiden, erfreulich oft sogar einstimmig, über Maßnahmen die manchmal von Ideen aus den eigenen Reihen, öfter aber von außen durch unumgänglichen Notwendigkeiten oder durch zur Verfügung stehende Fördertöpfe angestoßen werden.
Das ist Sacharbeit, das Brot und Buttergeschäft der Kommunalpolitik. Entsprechend schwierig ist es sich zur Wahl vom politischen Wettbewerb abzugrenzen. Im Vorteil ist da natürlich die Fraktion, die die vergangenen Jahre die Mehrheit im Gemeinderat gestellt hat. Die kann alles von dem sie denkt, es sei in den letzten Jahren gut gelaufen auf der eigenen Rechnung präsentieren.
Kann man so machen, vielleicht fallen die Wähler ja drauf rein.
P.S. Ist übrigens jemand aufgefallen, das wir dieses Jahre einen Bombensommer hatten? Wer den wohl gemacht hat?
Erinnert sich noch jemand an diesen Fernsehspot einer Schweizer Kräuterbonbonmanufaktur? Die Gau-Odernheimer SPD hat sich dran erinnert und eröffnet den Wahlkampf zur Kommunalwahl mit einen Flyer, der „eine Übersicht der Kommunalpolitik der vergangenen vier Jahre darstellt“. Da ist die Rede von einem „weitsichtigen Gemeinderat“ dem zu danken ist, das der Neubau der Kindertagesstätte geplant worden ist. Der selbe Gemeinderat entschloss sich, so ist zu lesen, auch den gemeindeeigenen Kirchturm zu renovieren.
Im diesem Gemeinderat sitzen aktuell drei Fraktionen. Die entscheiden, erfreulich oft sogar einstimmig, über Maßnahmen die manchmal von Ideen aus den eigenen Reihen, öfter aber von außen durch unumgänglichen Notwendigkeiten oder durch zur Verfügung stehende Fördertöpfe angestoßen werden.
Das ist Sacharbeit, das Brot und Buttergeschäft der Kommunalpolitik. Entsprechend schwierig ist es sich zur Wahl vom politischen Wettbewerb abzugrenzen. Im Vorteil ist da natürlich die Fraktion, die die vergangenen Jahre die Mehrheit im Gemeinderat gestellt hat. Die kann alles von dem sie denkt, es sei in den letzten Jahren gut gelaufen auf der eigenen Rechnung präsentieren.
Kann man so machen, vielleicht fallen die Wähler ja drauf rein.
P.S. Ist übrigens jemand aufgefallen, das wir dieses Jahre einen Bombensommer hatten? Wer den wohl gemacht hat?
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