Sonntag, 4. Januar 2015
Auf ein Neues !
Die Freien Wähler Gau-Odernheim wünschen allen Gau-Odernheimern ein frohes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2015!
Montag, 8. Dezember 2014
Weihnachtsgedanken
Man kann zu den christlichen Inhalten des Weihnachtsfests stehen wie man will, an Weihnachten kommt man nicht vorbei. Eigentlich sollten Ostern und Pfingsten die wichtigsten Feste der Christenheit sein, aber gemessen am Zuspruch, hat Weihnachten beiden den Rang abgelaufen.
Der ein oder andere mag das bedauern, die Kommerzialisierung und die Invasion rot-weißer Weihnachtsmänner beklagen, aber die Zeugen dieser Entwicklung liegen spätestens Ende Oktober in den Süßwarenabteilungen der Supermärkte und klettern spätestens Ende November an Fassaden hoch oder stehen aufgeblasen in den Vorgärten.
Was ist also das Geheimnis hinter diesem Erfolg? Immerhin ist Weihnachten inzwischen auch ein Exportschlager der sogar in nicht-christlichen Kulturen seinen Widerhall findet.
Vermutlich sind es vor allem zwei Dinge: Sentimentalität und Tradition. Sentimentalität vor allem, weil Weihnachten uns an unsere Kindheit erinnert, an die Vorfreude auf dem heiligen Abend, das Glück beim öffnen der Geschenke und an die Magie die alles umgab. Alles zusammen hat dann dieses Fest zum ersehnten Höhepunkt des Jahres erhoben. Und zumindest für eine Kinderseele kann da kein Osterhase mithalten. Auf der anderen Seite steht die Tradition, das sich immer wiederholende, das verlässliche, das sich zwar wandelnde ( siehe rot-weiße Herren) aber dennoch immer auf dem selben Gefühl beruhende.
So hat Weihnachten über die letzten Jahrzehnte eine Facette gewonnen die sich ein Stück weit vom kirchlichen Fest gelöst hat. Auch das mag der ein oder andere bedauern. Aber Kommerz und Konsum (die ja unter volkswirtschaftlichem Aspekt auch etwas Gutes haben) steht etwas gegenüber das uns verbindet: Ein in gemeinsamer Tradition geteiltes Gefühl. Das ist doch ein Wert an sich, oder ? CM
Tradition und Gemeinschaft, das könnte man kaum besser illustrieren als mit der Adventsfensteraktion die die Gau-Odernheimer Landfrauen seit Jahren zuverlässig initiieren.
Dieses Jahr zum ersten Mal mit Beteiligung der Freien Wähler Gau-Odernheim.
Am Sonntag den 14. öffnen wir unser Fenster. Um 18:00 in der Pestalozzistraße 1.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch !
Vermutlich sind es vor allem zwei Dinge: Sentimentalität und Tradition. Sentimentalität vor allem, weil Weihnachten uns an unsere Kindheit erinnert, an die Vorfreude auf dem heiligen Abend, das Glück beim öffnen der Geschenke und an die Magie die alles umgab. Alles zusammen hat dann dieses Fest zum ersehnten Höhepunkt des Jahres erhoben. Und zumindest für eine Kinderseele kann da kein Osterhase mithalten. Auf der anderen Seite steht die Tradition, das sich immer wiederholende, das verlässliche, das sich zwar wandelnde ( siehe rot-weiße Herren) aber dennoch immer auf dem selben Gefühl beruhende.
So hat Weihnachten über die letzten Jahrzehnte eine Facette gewonnen die sich ein Stück weit vom kirchlichen Fest gelöst hat. Auch das mag der ein oder andere bedauern. Aber Kommerz und Konsum (die ja unter volkswirtschaftlichem Aspekt auch etwas Gutes haben) steht etwas gegenüber das uns verbindet: Ein in gemeinsamer Tradition geteiltes Gefühl. Das ist doch ein Wert an sich, oder ? CM
Tradition und Gemeinschaft, das könnte man kaum besser illustrieren als mit der Adventsfensteraktion die die Gau-Odernheimer Landfrauen seit Jahren zuverlässig initiieren.
Dieses Jahr zum ersten Mal mit Beteiligung der Freien Wähler Gau-Odernheim.
Am Sonntag den 14. öffnen wir unser Fenster. Um 18:00 in der Pestalozzistraße 1.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch !
Mittwoch, 12. November 2014
Weit hinten, hinter den Wortbergen.......
Manchmal ist es so einfach die Überschrift für einen Blogpost zu finden. Zu einem Beitrag zur IG Petersberg wird man z.B. auf der Homepage der IG fündig:
Es ist ja irgendwie schön, dass die vier so auf einer Linie liegen, aber irgendwie ist ja mit den ersten fünf Worten schon alles gesagt.
Ich finde für Gau-Odernheim ist das, was da gerade mit der IG-Petersberg läuft, eine tolle Sache. Was die Angebote für Tourismus und Freizeit in und um den Ort betrifft, haben wir hier definitiv Nachholbedarf.
Anderenorts werden Aussichtstürmchen gebaut, Wege angelegt und beschildert, die Landschaft möbliert und allerlei anderes getrieben um sich dem geneigten Besucher ( und dem ein oder anderen Einheimischen ) als attraktives Ziel zu präsentieren. In Orem war man sich da bis jetzt selbst genug.
Die Beschilderung von interessanten Gebäuden im Ort ist auch so ein Standard der's bei uns noch nicht in die Köpfe und schon gar nicht an die Wände geschafft hat.
Wenn die Aktionen der IG Petersberg da zu einem Umdenken führen - gut so. Schade dass erst jemand über ein Töpfchen mit Fördermitteln stolpern musste um da den Auslöser zu setzen.
Schade wär's auch, wenn das, was da anläuft jetzt zwischen den Fronten und Eifersüchteleien der beiden beteiligten Gemeinden zerrieben würde. Wer mit offenen Ohren durch den Ort geht, konnte da in letzter Zeit das ein oder andere hören, das zur Sorge Anlass gibt.
Schauen wir also mal gespannt, was da ensteht, weit hinten, hinter den Wortbergen...................
Schauen wir also mal gespannt, was da ensteht, weit hinten, hinter den Wortbergen...................
CM
Achso: Wenn mir wer den vorletzen Satz der Grußworte in die Kommentare eintragen möchte,- von wegen: "Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht..." nur zu, ich schalte ihn dann frei.
Samstag, 11. Oktober 2014
Der Markt ist verlaufen...
..und war, so steht es auch in der Zeitung, ein Erfolg. Die Bilanz sei durchweg positiv, auch das ist zu lesen. Alles wie gehabt.
Zur Nachlese gehört, hier und auch bei anderen Gelegenheiten, den Scharen und Banden der Freiwilligen zu danken, die alles möglich gemacht haben. Gut so.
Ob hier beim Markt oder bei allem anderen was hier im Ort so läuft, ohne freiwilliges Zutun geht nix. Immer frei nach dem alten Kennedy: " Frag' nicht was die Gemeinschaft für dich tut, tu' was für deine Gemeinschaft !"
Und wenn ich grad' beim zitieren bin, fällt mir da noch eins ein: ...die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht. (B.Brecht)
Engagement ist vielfältig und nicht alles findet Niederschlag in der Zeitung. Vieles bleibt im Dunkeln und leuchtet doch. Und weil das so ist mal ein Dank an die, die's nicht in die Zeitung schaffen, die aus der zweiten und dritten Reihe. Die, die das Material schleppen, die vorbereiten, die Theken besetzen, die Jugend betreuen und die, die hinterher noch aufräumen und saubermachen. Die, die da sind wenn sie gebraucht werden. Die, deren Fragen mit "Was" beginnen und nicht mit "Warum".
Danke.
Ganz persönlich noch mein Dank an die, die am letzen Sonntag den Stand der FWG möglich gemacht haben.
Danke Katja, Nicole, Anja, Julia, Birgit,Steffen, Bernd und Olaf.
CM
Zur Nachlese gehört, hier und auch bei anderen Gelegenheiten, den Scharen und Banden der Freiwilligen zu danken, die alles möglich gemacht haben. Gut so.
Ob hier beim Markt oder bei allem anderen was hier im Ort so läuft, ohne freiwilliges Zutun geht nix. Immer frei nach dem alten Kennedy: " Frag' nicht was die Gemeinschaft für dich tut, tu' was für deine Gemeinschaft !"
Und wenn ich grad' beim zitieren bin, fällt mir da noch eins ein: ...die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht. (B.Brecht)
Engagement ist vielfältig und nicht alles findet Niederschlag in der Zeitung. Vieles bleibt im Dunkeln und leuchtet doch. Und weil das so ist mal ein Dank an die, die's nicht in die Zeitung schaffen, die aus der zweiten und dritten Reihe. Die, die das Material schleppen, die vorbereiten, die Theken besetzen, die Jugend betreuen und die, die hinterher noch aufräumen und saubermachen. Die, die da sind wenn sie gebraucht werden. Die, deren Fragen mit "Was" beginnen und nicht mit "Warum".
Danke.
Ganz persönlich noch mein Dank an die, die am letzen Sonntag den Stand der FWG möglich gemacht haben.
Danke Katja, Nicole, Anja, Julia, Birgit,Steffen, Bernd und Olaf.
CM
Sonntag, 28. September 2014
Probieren Sie doch mal was anderes !
Was den Münchnern ihre Wiesn ist den Oremern ihr Oremer Markt. Das Highlight im jährlichen Festkalender. Dieses Jahr wieder mit der SWR 3 Dance Night am Donnerstag und Schwof am Samstag mit der Family. Nicht zu vergessen der Marktvortrag des Geschichtsvereins zum Thema "Wirtschaftsstandort Gau-Odernheim" am Freitag ( 18:00 im Foyer der Halle) den ich, weil mir dieser Verein am Herzen liegt, hier ganz besonders empfehlen möchte. Das komplette Programm gibt's hier.
Am Sonntag dann der traditionsreiche Handwerker und Bauernmarkt. Dieses mal wieder mit einem Ständchen der FWG. Unter dem Motto "Probieren Sie doch mal was anderes" gibt's eine kleine Auswahl vegetarischer Tapas mit einem Gläschen Wein.
Wir würden uns freuen den ein oder anderen auf einen Schluck oder ein Wort bei uns begrüßen zu dürfen.
CM
Am Sonntag dann der traditionsreiche Handwerker und Bauernmarkt. Dieses mal wieder mit einem Ständchen der FWG. Unter dem Motto "Probieren Sie doch mal was anderes" gibt's eine kleine Auswahl vegetarischer Tapas mit einem Gläschen Wein.
Wir würden uns freuen den ein oder anderen auf einen Schluck oder ein Wort bei uns begrüßen zu dürfen.
CM
Dienstag, 2. September 2014
Jugendstil = Jugend still ?
Es ist gerade Mal ein halbes Jahr her, da wurde der Jugendraum in der Petersberghalle (wieder-) eröffnet. Mit Hausordnung und Nutzungsvertrag. Alkohol und Nikotinverbot sowieso. Dem Vernehmen nach ist er wohl aktuell, zumindest vorübergehend, wieder zu. Das wohl in Folge eines Vorfalls, bei dem Raum und Halle in einer Art und Weise genutzt wurden die in Hausordnung und Nutzungsvertrag so nicht vorgesehen war.
Auf die Details muss ich nicht eingehen, ich kenne sie nicht aus erster Hand und man hat das Ganze wohl auch ganz bewusst nicht an die große Glocke gehängt. Es reicht zu wissen, dass eine Gruppe Jugendlicher, wohl nach Genuss der ein oder anderen Flasche Gerstensaft, auf eine saublöde Idee kam, die einen Schaden verursacht hat. Jugendliche halt.
Das kann man nun zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, was bei uns im Ort für die Jugend getan wird und wie sinnvoll das ist.
Da wäre zum einen die Frage wer das ist, die Jugend bei uns im Ort. Das ist ja alles andere als eine homogene Gruppe. Das Spektrum reicht von Jungs und Mädchen, die in Kirche und Sportvereinen engagiert, jedem Erwachsenen eine Freude sind, bis zu den Horden junger Männer die, eingehüllt in eine Wolke Testosteron, samstags grölend durch den Ort ziehen. Und alle Abstufungen dazwischen.
Wem also wollen wir, die Gemeinde, ein Angebot machen? Bei den oben erstgenannten, den braven, den "an-die-Regeln-haltern" ist das einfach. Je weiter wir uns im Spektrum Richtung "grölend und testosterongesteuert" bewegen, desto schwieriger wird's.
Kommen wir zurück zum Jugendraum. Der ist in der Petersberghalle. In einer Umgebung also, wo man wegen der Wertigkeit der Halle und der vielfältigen Möglichkeiten dort Schaden anzurichten in besonderer Weise auf die Einhaltung von Regeln halten muss. Das auch weil man als "Zurverfügungsteller" auch noch gesetzlichen Verantwortlichkeiten gerecht werden muss.
Ein solches Angebot kann sich also von vorne herein nur an den Teil der Jugend richten, der im oben beschriebenen Spektrum auf dem "guten" Drittel zu finden ist. Allein das Alkoholverbot schließt große Teile aus, weil und das muss man einfach sehen, Alkohol zum freizeitmäßigen Beisammensein vieler Jugendlichen gehört. Ich will das bewusst nicht werten, nur darauf hinweisen, zumal es bei uns Erwachsenen ja auch nicht immer anders ist. Bei mir zumindest.
Jetzt ist es natürlich legitim ein solches Angebot "Jugendraum" nur denen zu machen, die bereit sind sich an die Regeln zu halten. Dann muss man aber sehen, dass man ausgerechnet die anspricht die ohnehin "Räume" haben weil sich vielfältig an anderer Stelle engagieren (Kirchen,Schulen,Vereine). Also, so hart wie es klingt, man richtet es an die, die es am wenigsten nötig haben.
Es muss also die Frage erlaubt sein, ob a) der Jugendraum in der Petersberghalle an der richtigen Stelle ist und ob b) das zu Grunde liegende Konzept (soweit vorhanden) das richtige ist.
An der Stelle kommt das geplante Freizeitgeläne ins Spiel. Auch hier sind bereits besorgte Stimmen zu vernehmen, die von einer "falschen" Nutzung respektive den "falschen Nutzern" warnen. Es deutet sich also an, dass die Problemstellung eine ähnliche sein wird wie beim Jugendraum. Um es klar zu sagen: Ich meine, wer glaubt, dass auf diesem Gelände keine Flaschen aufgeschlagen werden, keine Tags und Graffitis auftauchen, nix zerschlagen und angekokelt wird und alle jungen Bäumchen auf der Ausgleichsfläche noch von unseren Enkeln gefällt werden können, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten. Nur schließen kann man das dann nicht so einfach wie jetzt den Jugendraum.
Wieder die Frage nach der Zielgruppe : an wen richtet sich das Angebot "Freizeitgelände"? Oder anders herum: Wie müssten Angebote aussehen die sich (auch) an die "problematischeren" Jugendlichen richten ?
Ich denke, will man da eine Antwort versuchen muss man erst betrachten was genau diese Gruppen so tun. Und wo sie das tun.
Nun, einige trinken Alkohol in der Öffentlichkeit, gerade am Wochenende. Auch hier sind die Abstufungen vielfältig. Manche sitzen friedlich herum, bringen die leeren Flaschen oder Dosen zum Müll oder zur Pfandrückgabe und grüßen höflich wenn man vorbeikommt. Andere ziehen grölend durch den Ort, wirken bedrohlich und haben offenbar genug Geld um auf das Pfand zu verzichten. Irritierenderweise findet man manchmal ein und die selben um halb sieben abends in der einen und um halb eins nachts in der anderen Gruppe. Manche rauchen und die wenigsten expedieren Kippen oder leere Schachteln in die dafür vorgesehenen Behältnisse. Auch oft dabei: laute Musik, sei es aus mitgebrachten Gerätschaften oder dem offenen KFZ. Wieder andere missbrauchen öffentliche Einrichtungen für allerlei andere sportliche Aktivitäten. Dort wo sich diese jungen Menschen treffen, finden sich auch immer mal wieder allerlei Verzierungen unterschiedlicher künstlerischer Qualität, die vermittels Spraydose oder Filzschreiber aufgebracht werden. Die einzelnen Aktionen finden in unterschiedlicher Intensität und Zusammenstellung an verschiedenen Brennpunkten im und um den Ort statt.
Nun, einige trinken Alkohol in der Öffentlichkeit, gerade am Wochenende. Auch hier sind die Abstufungen vielfältig. Manche sitzen friedlich herum, bringen die leeren Flaschen oder Dosen zum Müll oder zur Pfandrückgabe und grüßen höflich wenn man vorbeikommt. Andere ziehen grölend durch den Ort, wirken bedrohlich und haben offenbar genug Geld um auf das Pfand zu verzichten. Irritierenderweise findet man manchmal ein und die selben um halb sieben abends in der einen und um halb eins nachts in der anderen Gruppe. Manche rauchen und die wenigsten expedieren Kippen oder leere Schachteln in die dafür vorgesehenen Behältnisse. Auch oft dabei: laute Musik, sei es aus mitgebrachten Gerätschaften oder dem offenen KFZ. Wieder andere missbrauchen öffentliche Einrichtungen für allerlei andere sportliche Aktivitäten. Dort wo sich diese jungen Menschen treffen, finden sich auch immer mal wieder allerlei Verzierungen unterschiedlicher künstlerischer Qualität, die vermittels Spraydose oder Filzschreiber aufgebracht werden. Die einzelnen Aktionen finden in unterschiedlicher Intensität und Zusammenstellung an verschiedenen Brennpunkten im und um den Ort statt.
Auch das will ich hier nicht werten. All dass halte ich bis zu einem gewissen Grad für vollkommen normal. Ich ( und sicher viele andere) hatte im Alter zwischen 17 und 22 ähnlich sinnfreie Hobbys gehabt.
Die Krux ist aber eine andere: All das nehmen wir hin, bis zu dem Punkt an dem wir dann in unserer Hilflosigkeit die Polizei rufen. Das wirft die Frage auf, ob wir (die Eltern, die Situierten, die Gesellschaft) uns richtig verhalten, aber das ist eine andere, viel komplexere Diskussion. Ich will lediglich auf eines hinweisen: Was soll diese Jugendlichen und junge Erwachsenen motivieren in ihnen zugewiesenen Räumen Regeln einzuhalten die "in freier Wildbahn" offenbar nicht gelten? Warum soll man in einem Jugendraum oder auf einem Freizeitgelände etwas unterlassen, das im Buswartehäuschen, im Wäldchen hinter der Halle oder auf jeder beliebigen Bank im Ort "geht"?
Das ist die Frage die wir beantworten müss(t)en, wenn wir auf diese Gruppen zugehen woll(t)en.
Da kommen wir mit Hausordnung und Nutzungsverträgen alleine nicht aus. Dazu müssten wir uns zuerst darüber klar werden was wir als Gemeinschaft tolerieren wollen oder können. Und dann sollten wir uns eingestehen, dass das was wir zu tolerieren bereit sind auch an den Plätzen passieren wird, die wir unseren Jugendlichen zur Verfügung stellen. Tolerieren heißt hier nicht "gut finden". Tolerieren heißt hier: Ich weiß was passieren kann, ich rechne damit dass es passieren wird, ich weiß wie ich darauf reagiere und ich weiß wie ich hinterher weiter mache.
Ich plädiere hier nicht für Zonen, seinen es ein Jugendraum oder ein Gelände, in denen alles pauschal und ohne Konsequenzen möglich ist. Aber ich glaube, dass man bei solchen Angeboten von vorne herein im Blick haben muss was passieren kann (und erfahrungsgemäß passieren wird). Entsprechend sollte man diese Angebote dann ausgestalten. und zwar auf allen Ebenen, von der Wahl der Örtlichkeit über die praktische Einrichtung bis zur Frage wie, von wem und in welcher Form das Angebot begleitet wird.
Jugendliche in der Pubertät ( und die dauert manchmal recht lange) gehen oft keine geraden Wege. Der eine mehr, der andere weniger. Der Versuch sie auf eine Gerade Bahn zu zwingen schlägt meist fehl. Je größer die Abweichung desto fataler ist oft das Ergebnis des Versuchs. Was es braucht sind Modelle zur Beeinflussung die sie immer und immer wieder an die Spur heranführen, sehenden Auges, dass sie die morgen vielleicht wieder verlassen.
Ich würde mich darüber freuen, wenn wir in Gau-Odernheim über eine Jugendpolitik debattieren die alle Jugendlichen im Blick hat. Auch die, bei denen es nicht so einfach wird sie anzusprechen.
Zum Abschluss zwei Zitate:
"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe." (Keilschrifttext aus Ur, Chaldäa, um 2000 vor Christus)
Und das zweite:
»Achte die Jugend, du weißt nicht, wie sie sich entwickeln wird.« Konfuzius (551 - 479 v. Chr., chinesischer Philosoph)
Vorstehender Text ist ein persönliches Statement des Autors und keine Verlautbarung der FWG als Gemeinderatsfraktion oder des Vereins.
CM
Samstag, 30. August 2014
Warum tut sich denn hier nix mehr ?
Dieser Tage wurde ich zum dritten Mal angesprochen mit der Frage "Warum denn nix mehr los sei auf dem Blog der FWG".
Die Antwort bin ich jeweils schuldig geblieben. Das geht natürlich gar nicht. Deshalb im folgenden gleich mehrere Antworten auf die Frage, verbunden mit der Bitte an die Leser sich bei der zu bedienen die am besten gefällt. Das sind, wohlgemerkt, mögliche Antworten. Nicht jede ist die richtige. Und wer erkennt, dass die ein oder andere mit einem Augenzwinkern geschrieben wurde, liegt sicher nicht verkehrt.
1. Die Erklärung für Zyniker:
Hier gab es über die letzten drei Monate keinen Eintrag weil dieser Blog eingerichtet wurde um Wähler anzusprechen. Jetzt sind Wähler aber bekanntermaßen vom Wahltag 18:00 Uhr bis ungefähr drei Monate vor der nächsten Wahl vollkommen uninteressant.
2. Die pragmatische Erklärung:
Der Maier hatte das Passwort für den Blog vergessen.
3. Die Erklärung für Oremer Sozialdemokraten:
Pünktlich zum 26.5. sind alle FWG Aktiven in Agonie gefallen weil der Sturm auf die Festung der Macht und der Herrlichkeit am 25. zum wiederholten Mal gescheitert ist.
4. Die Erklärung für Oremer Christdemokraten (ganz besonders für meinen Lieblings- christdemokraten A.A.)
Wir brauchten einen Moment um zu realisieren was ihr seit Jahrzehnten wisst: Der Weg durch's Tal des Jammers ist ein harter und steiniger.
5. Die Erklärung für Oremer Freidemokraten
entfällt, Gibt's da überhaupt noch welche ?
6. Die Erklärung für Oremer AFD und NPD Anhänger
entfällt auch. Wir schulden nicht jedem eine Erklärung.
7. Die Erklärung für die Bildzeitung
Wir waren die letzten Monate damit beschäftigt die Wahlkampfkostenerstattung* und die Spenden zu verprassen. Da konnten wir nicht auch noch den Blog pflegen.
8. Die wahrscheinlichste Erklärung
Überquellend vor Optimismus hatte ich diesen Blog für die FWG eingerichtet, der zum einen unsere Kandidaten zur Kommunalwahl unterstützen, zum anderen aber auch eine Plattform schaffen sollte um mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sich für Kommunalpolitik und unseren Ort interessieren. So richtig hat zumindest das Zweite nicht geklappt. Außer Birgit und mir fand sich in den eigenen Reihen keiner, der hier mal einen Beitrag einstellen wollte und Kommentare der Leser kamen auch keine. Jetzt weiß ich ja aus GoGa Zeiten, dass der Gau-Odernheimer an sich ungern bis gar nicht auf Blogs kommentiert, dennoch werden die Beiträge offenbar (gerne?) gelesen. Fazit: Wer einen Blog für Gau-Odernheim macht, muss weitgehend ohne Feedback auskommen. Das macht die Sache schwierig und bis zu einem gewissen Grad auch ziemlich unbefriedigend. Das vor Augen habe ich die Sache hier wohl unangemessen lange schleifen lassen. Dass tut mit leid. Und sei es nur für die drei die gefragt haben.
Also: Hier wird in den nächsten Wochen und Monaten wieder der ein oder andere neue Eintrag auftauchen. Damit das ganze hier nicht wieder zu einer "One-Man-Schow" verkommt wie seinerzeit die Gau-Odernheimer Gazette noch einmal die Aufforderung an die FWG Mitstreiter und an alle interessierten Leser: macht mit ! Wer nicht selbst schreiben möchte hat vielleicht ein Thema. Wir veröffentlichen auch gerne Gastbeiträge von Bürgern die sich mal was vom Herzen schreiben wollen (innerhalb der Regeln von Fairness und Anstand). Und nicht zuletzt : Kommentiert ! Es geht ganz einfach.
Christian Maier
* Natürlich gibt es bei Kommunalwahlen keine Wahlkampfkostenerstattung. Aber zumindest ich würde von der BILD nicht erwarten, dass sie sich um Fakten schert wenn die Schlagzeile gut ist.
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